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Fünfter „Health Circle“ der Initiative Gesundheitswirtschaft:
"Vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Berliner und Brandenburger Partnern für eine erfolgreiche Umsetzung des neuen Masterplans Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg?"


Potsdam, 26.03.2014
Unter diesem Titel fand in Potsdam der fünfte „Health Circle“ der Initiative Gesundheitswirtschaft statt. Die Initiative hatte sich zum Ziel gesetzt, den Masterplan Gesundheitsregion der Landesregierungen Berlin und Brandenburg umzusetzen und die Region auch international zum führenden Zentrum für Gesundheitswirtschaft auszubauen. Um die bereits erreichten Erfolge und etablierten Beispiele in der konkreten Zusammenarbeit von beiden Seiten zu beleuchten, waren zu der gesundheitspolitischen Diskussionsreihe Vertreter beider Länder eingeladen worden.

Berlins Gesundheitssenator Czaja sah explizit keine Probleme in der Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern Berlin und Brandenburg. Er wies aber darauf hin, dass konkrete Herausforderungen in der einen Region jeweils auch mit dem Blick auf die andere zu diskutieren seien.

Prof. Dr. Walter Rosenthal, Sprecher des Clusters Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg und Vorstand des Max-Delbrück Centrums für Molekulare Medizin in Berlin-Bruch hob hervor, dass die Konkurrenz nicht zwischen Berlin und Brandenburg herrsche, sondern überregional und die beiden Länder aufgrund ihrer Gegensätze sehr voneinander profitierten. In Brandenburg nannte er als Beispiel das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke, in Berlin das Institut für Gesundheitsforschung (BIG) als Zusammenschluss der Charité und des Max-Delbrück-Centrums.

Eingehender wurde der Bereich Public Health aufgegriffen, der ausgebaut werden solle. Hier sei es gut vorstellbar, dass Forschungsergebnisse in der Region umgesetzt werden können.

Brandenburgs Gesundheits-Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt wies darauf hin, dass es jetzt vor allem darum ginge, gemeinsame Projekte, besonders in der Versorgung, zu entwickeln und eine hohe Outputorientierung an den Tag zu legen. Durch den neuen Masterplan und die enge Zusammenarbeit in den Handlungsfeldern seien die unmittelbaren Kontakte jetzt vorhanden.

Dr. Detlef Troppens, Vorsitzender der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg, bestätigte, dass die Region sich auch international positionieren müsse. Hinsichtlich der Brandenburger Herausforderungen reiche die Strahlkraft der Metropole aber nicht aus, da müsse die Unterstützung aus dem Speckgürtel kommen.

Unter der Moderation von Elimar Brandt kamen die Diskutanten vor den rund 60 Zuhörern zum Schluss, dassder Masterplan die Grundlage geschaffen habe, dass man heute besser und konkreter miteinander arbeiten könne. Er habe auch das Bewusstsein dafür gestärkt, dass man eine gemeinsame Region sei. Man dürfe den Masterplan jedoch nicht überfordern. Probleme seien dargestellt und die Analyse sei erfolgt. Hierauf müsse man aufsetzen und vor allem gemeinsame Projekte entwickeln.

Herr Waldheim, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der IGW-BB, betonte, dass die Initiative bestrebt sei daran mitzuwirken, dass die Zusammenarbeit sich auch zukünftig verbessere.

Hintergrund: Neuer Masterplan Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg

Die Länder Berlin und Brandenburg haben mit dem Masterplan „Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg“ im Jahr 2007 konkrete Maßnahmen getroffen, um die Entwicklung der regionalen Gesundheitswirtschaft weiter voranzubringen und die nationale Spitzenposition in den Lebenswissenschaften, der klinischen Forschung sowie medizinischen Versorgung auch international weiter auszubauen.

Nach fünf Jahren wurde der Masterplan evaluiert und der Prozess zur Erarbeitung einer Neufassung begonnen, der Ende 2013 abgeschlossen wurde. Die im Rahmen der Evaluation vorgeschlagene Neustrukturierung des Clusters Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg in die vier zentralen Handlungsfelder Biotechnologie und Pharma, Medizintechnik, Neue Versorgungsformen und Rehabilitation sowie Gesundheitsförderung, Prävention, Gesundheitstourismus wurde umgesetzt.

Weitere Informationen unter www.healthcapital.de

PDFPressinformation vom 27.03.2013 (82 KB)





 




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